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Paul Gauguin in der Fondation Beyeler

Der multimediale Vermittlungsraum zur Ausstellung

Mit 'Paul Gauguin' präsentierte die Fondation Beyeler vom 8. Februar bis 28. Juni 2015 einen der bedeutendsten und faszinierendsten Künstler überhaupt. Über fünfzig Meisterwerke aus international renommierten Museen und Privatsammlungen waren in der hochkarätigen Ausstellung versammelt.

Erstmals in der Geschichte des Basler Museums gab es zur Ausstellung einen multimedialen Vermittlungsraum; konzipiert, gestaltet und realisiert von iart im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler. Mit einer einzigartigen Kombination von physischen und virtuellen Elementen liessen sich dort Leben und Werke Gauguins spielerisch erkunden.

Reale Bücher in neuem Licht

Die von iart eigens entwickelten interaktiven Bücher bildeten das magische Zentrum des Multimediaraums. Denn die bedruckten Teile der Seiten waren um projizierte Inhalte erweitert und ermöglichten so interaktive Elemente und Überraschungsmomente in Form von vertonten Animationen: Beispielsweise bewegte sich das Schiff der Animation tatsächlich in den Hafen von Papeete, Skizzen wurden durch Berührung zum späteren Gemälde und aus dem 'Selbstbildnis mit Palette' floss ein Stillleben. Den Bildinhalt thematisch ergänzende Zitate in drei Sprachversionen konnten auf- und zugeklappt werden.

Von den interaktiven Büchern sowie vom angrenzenden Wintergarten mit Sitzgelegenheiten gingen Klänge aus, die dezent zur Südseestimmung des Multimediaraums beitrugen und das Gesamterlebnis der Ausstellung auf sinnliche Weise abrundeten.

Wandgrafik in Bewegung

Gauguins weltumspannende Reisen und exotische Lebensstationen wurden mittels einer animierten Wandgrafik sichtbar gemacht, bei der die Überlagerung von gedruckten und projizierten Inhalten eine Besonderheit darstellte. Von wechselnden biografischen Fakten begleitet, zogen sich die Routen seines Lebens von Ort zu Ort über die physische Weltkarte: Begonnen mit der ersten Schiffsreise nach Peru im Alter von einem Jahr, ging es mit der Marine zweimal um die Welt und danach weiter über diverse Stationen nach Tahiti und endete schliesslich mit Gauguins Tod auf der weit abgelegenen Marquesas-Insel Hiva Oa.

Auf den Seitenwänden präsentierte sich die Biografie des Künstlers in Form von Texten und Reproduktionen fotografischer Zeitzeugnisse, die verschiedenen Farben bzw. Bereichen seines Lebens zugeordnet waren: So liessen sich die Menschen, Reisen und künstlerischen Ereignisse seines Lebens in farblich unterschiedenen Strängen erkunden.

Audioguides für Kinder und Erwachsene

Zusätzlich zum Multimediaraum zeichnete iart für den Audioguide zur Ausstellung verantwortlich. Dieser begleitete die Besucher vor ausgewählten Werken mit Geschichten und musikalischen Beiträgen bei ihrer Betrachtung und regte sie zu eigenen Entdeckungen an. Als neuer Bestandteil des Vermittlungsangebots brachte der Audioguide für Kinder den Künstler und sein Schaffen auch den jüngeren Besuchern in unterhaltsamer Weise näher.

iart war im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler für die Konzeption, Gestaltung, Planung und Realisierung des Multimediaraums und der Audioguides verantwortlich. Die Wandgrafik und -animation wurde in Zusammenarbeit mit berger + stadel + walsh konzipiert und gestaltet. Die Raumklänge wurden von Idee und Klang realisiert.

Ausstellungsort

Fondation Beyeler

Leistungsphasen

Konzeption, Planung und Realisierung

Projektdauer

5 Monate

Eröffnung

8. Februar 2015

Ausstellungsdauer

5 Monate

Ausstellungsfläche

135 m²