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Kinetische Fassade an dem Olympischen Spielen 2014 in Sotschi

Im Olympiapark in Sotschi entsteht zurzeit der Pavillon des russischen Telekommunikationsunternehmens MegaFon, einem Sponsorenpartner der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2014. Herzstück des Pavillons bildet eine komplexe technische Struktur, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat: eine kinetische und interaktive Fassade, die in der Lage ist, Gesichter von Besuchern und Sportfans dreidimensional darzustellen. iart hat die einzigartige Fassade nach einem Design des Londoner Architekten Asif Khan entwickelt und arbeitet im Moment an ihrer Realisierung.

Für die Dauer der Olympischen Spiele werden 3D-Porträts von Besuchern des Olympiaparks sowie Sportfans aus ganz Russland während jeweils zwanzig Sekunden auf der weissen Fassade des Pavillons erscheinen. Die Fassade besteht aus 10 000 Aktuatoren, die trigonal angeordnet sind und bis zu zwei Meter ausgefahren werden. Vergleichbar mit einem gigantischen Nagelkissen, auf dem dreidimensionale Abdrücke hinterlassen werden können, zeigt die Fassade gleichzeitig drei Gesichter von je acht Meter Höhe und sechs Meter Breite an. Noch nie zuvor wurde diese Art von Technologie für ein Projekt dieser Grösse eingesetzt.

Der dadurch entstehende Effekt lässt den Pavillon zu einem Monument des digitalen Zeitalters werden: Gesichter, wie in weissen Stein gemeisselt, erwachen zum Leben, nehmen Form an und verschwinden wieder, nur um sich in ein neues Gesicht zu verwandeln.

Der Slogan von MegaFon für die Winterolympiade lautet 'Make Your Own Olympics'. So läuft im Vorfeld der Spiele in 30 russischen Städten eine Kampagne, die Sportfans die Möglichkeit gibt, Teil der Geschichte der Olympischen Winterspiele 2014 zu werden. Mit den von iart speziell für die Fassade entwickelten 3D-Fotoautomaten können sie in ausgewählten MegaFon-Filialen ihre Gesichter scannen lassen. Dazu werden gleichzeitig fünf Fotos aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen, zu einem 3D-Bild zusammengefügt und später auf dem Pavillon angezeigt. Während der gesamten Winterolympiade werden schätzungsweise 150 000 Gesichter zu sehen sein.

Teilnehmer der Kampagne können ausserdem über eine Webseite live mitverfolgen, wenn ihr Gesicht auf der Fassade angezeigt wird. Sie erhalten ein persönliches, zwanzig Sekunden langes Video, welches sie versenden oder über soziale Netzwerke mit ihren Freunden teilen können.

iart kann sich mit diesem Projekt erneut als interdisziplinärer Partner mit fundiertem Engineering-Know-how unter Beweis stellen. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit für den Beatbox Pavillon von Coca-Cola an der Sommerolympiade 2012 in London, ist dies das zweite gemeinsame Projekt von Asif Khan und iart.